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Selbstverständnis und Haltung

Das Anliegen der Landesfachstelle „Trauma und Leben im Alter – Traumasensibler Umgang mit alten Menschen NRW“ ist die Förderung von Autonomie und Selbstbestimmung alter Menschen. Unser Augenmerk liegt darauf, für die Auswirkungen zurückliegender traumatischer Erlebnisse sowie für die Vermeidung neuer Traumatisierung zu sensibilisieren.

Aufklärung und die gesellschaftliche Enttabuisierung speziell von Traumatisierungen durch Gewalt sind ebenso notwendig wie eine traumasensible Haltung des Umfeldes alter Menschen. Hierzu zählen Fachkräfte und Mitarbeitende in der Altenhilfe und im Pflege- und Gesundheitswesen ebenso wie Angehörige. Hinzu kommen Organisationen und Angebote weiterer sozialer Bereiche, in denen auch Interessen und Themen alter Menschen vertreten und gestaltet werden: unterschiedlich spezialisierte Beratungsstellen wie zum Beispiel Frauenberatungsstellen oder für Geflüchtete und Migrant*innen, für Menschen mit Behinderung oder zum Thema Männergesundheit, Organisationen der Wohnungslosenhilfe oder LSBTTI*-Verbände, Religionsgemeinschaften und andere mehr.

Der traumasensible Ansatz der Landesfachstelle NRW zielt darauf ab, alte Menschen zu stärken. Übergeordnetes Ziel ist die Förderung eines möglichst eigenständigen und würdevollen Lebens im Alter. Hierfür ist eine adäquate und traumasensible Begegnung auch in Pflege, Beratung, Begleitung und Betreuung erforderlich, unabhängig von Kenntnis über die individuelle Biographie. Mit in den Fokus genommen werden dabei auch die Bedarfe von Menschen mit der Diagnose Demenz, von Migrant*innen, Menschen mit Behinderung und von lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, transsexuell oder intersexuell* lebenden Menschen, die Traumata erlebt haben oder aktuell erleben.

Die Landesfachstelle NRW dient darüber hinaus auch der Stärkung und Unterstützung all derjenigen, die in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern alte Menschen begleiten. Mit den Schilderungen und Auswirkungen traumatischer Ereignisse konfrontiert zu werden, kann auch für Unterstützer*innen sehr belastend sein. Gerade dann, wenn eigene oder aus dem nahen Umfeld bekannte Traumata wiedererkannt werden.

In diesem Sinne versteht die Landesfachstelle „Trauma und Leben im Alter – Traumasensibler Umgang mit alten Menschen NRW“ ihre Arbeit als Beitrag zur Entwicklung gerechter Lebensbedingungen für alte Menschen und deren Begleiter*innen.